TuS Windheim e.V.
TuS Windheim e.V.

Der TuS Windheim - von damals bis heute

Was einst auf einer "Kuhwiese" begann, ist heute zu einem der traditionsreichsten Vereine aus dem Petershäger Nordkreis gewachsen: Der TuS Windheim/Weser e.V. hat sich als dauerhafter Teil der regionalen Sportwelt etabliert.

 

Dieses ist vor allem auf die Vielzahl der angebotenen Sportarten zurückzuführen.

Egal ob Fussball, Tischtennis oder Turnen: Der TuS bietet unterschiedlischste Möglichkeiten sich fit zu halten, sich zu engagieren oder neue Kontakte zu knüpfen!

 

Jeder ist "Herzlich Willkommen!"

 

Die Geschichte

 

Alles begann in den frühen 1920er Jahren, als sich die ersten Fußballbegeisterten aus Windheim und Ilse auf der oben erwähnten "Kuhwiese" zusammenfanden. Diese war jedoch aufgrund von Hochwasser und den daraus resultierenden "nassen Füßen" nicht optimal geeignet. Auf der Suche nach einem geeignetem Platz konnte man dank Wilhelm Ernsting fündig werden. Dieser stellte den Platz "Riskings Dannen" zur Verfügung.

 

Es wurde der FC Windheim gegründet. Zu einer Zeit, in der die Ausrüstung in Raten abgezahlt wurde, es noch keinen Ligabetrieb, sondern nur Freundschaftsspiele gab und die Auswärtsfahrt zu Fuß oder mit dem Fahrrad absolviert wurde. Das steigende Interesse an der neuen Volkssportart Fussball führte sogar zur Gründung einer Knabenmannschaft.

 

Im Jahre 1946 wurde nach dem Ende des zweiten Weltkriegs der Windheimer Sportclub (WSC) gegründet, mit den Sparten Fußball und Damenhandball. DIe Nachfrage in Windheim und Umgebung war groß und ss fanden sich viele sportinteressierte Herren, Damen und Jugendliche. Letztere sind dem Verein größtenteils "treu geblieben" und sind auch heute noch wesentlicher Bestandteil bei der Aufbereitung der bestehende Sportanlage am Kanal.

 

Als Vereinslokal wurde damals "Scheumann am Bahnhof" genutzt, um bei schlechtem Wetter Taktik und Theorie zu lernen.

 

Die Damenmannschaft qualifizierte sich 1948 im Handball sogar für die Westfalenmeisterschaft. Um die weite Reise auf sich zu nehmen trotz knapper Mittel, hat man sich LKW´s von der englischen Armee geliehen und den Sprit aus eigener Tasche bezahlt.

 

Im Jahr 1950 wurde jedoch der WSC aufgelöst und der FC Windheim wurde wieder neu ins Leben gerufen. Aber auch der FC Windheim fand nach internen Differenzen ein schnelles Ende.

 

Es dauerte bis 1964 als der noch heute bestehende TuS Windheim gegründet wurde, mit den Sparten Fußball, Turnen und Tischtennis.

In den darauffolgenden Monaten wurde alles daran gesetzt die Sportanlage wieder herzurichten. Es wurde ganz in Eigenleistung und dem Engagement aller Beteiligten geschafft. So konnte man 1965 den Ligabetrieb für den Fußball aufnehmen.

Durch das aufschweifende Interesse, sich gesellschaftlich und vorallem sportlich zu betätigen, wuchs der Verein immer mehr. Im Laufe der Zeit wurden nicht nur sportliche Erfolge gefeiert, sondern auch gemeinschaftliche Erfolge. Das Vereinsgelände wurde um neue Duschräume, Flutlicht und ein eigenes Vereinsheim erweitert. Sogar die Renovierung der Umkleiden und Duschen wurde in voller Eigenleistung erbracht.

 

Eine weitere Säule ist die Sparte Tischtennis. Ebenfalls 1964 gegründet,aber 1970 das erste mal am Ligabetrieb teilgenommen. Von da an wuchs die Sparte jedoch stetig an und zählt hinter Fußball zu der zweitgrößten.

Es wurden etliche sportliche Erfolge gefeiert, wie z.B. im Jahr 2000 als jeweils die Jugend- und Mädchenmannschaft den Sprung in die höchsten Spielklassen Deutschlands geschafft haben.

2009 gelang es der 1. Herrenmannschaft bei den deutschen Pokalmeisterschaften einen überragenden 3. Platz in Berlin zu erreichen.

Aber es gab auch gesellschaftliche Highlights wie das internationale Freundschaftsspiel gegen die Nationalmannschaft aus Sri Lanka 1999 in Windheim. Es gelang sogar zum 50-jährigen Jubiläum die beiden ex-Weltmeister Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner für eine Tischtennis-Gala nach Windheim zu holen.

 

Ein Verein wie es der TuS Windheim ist, kann aber nicht so lange bestehen wenn er nur Fußball und Tischtennis anbieten würde. Schon bei der Gründung 1964 wurde eine Turngruppe ins Leben berufen, welche auch in den umliegenden Dörfern zuspruch fand. Teilweise standen zwischen 30-40 Damen in der Halle, um sich fit zu halten.

Dazu kam ein Jahr später (1965) noch die Turngruppe für Mütter und Kinder.

1978 musste die Damengruppe auf zwei Abende verteilt werden, da ansonsten der Platz nicht ausreichte bei dem großen Interesse.

Im Jahr 1995 wurden gleich zwei neue Gruppen gegründet die noch heute bestehen. Zum einen die Step-Aerobic-Gruppe und zum anderen die Sparte Radwandern.

 

Das Radwandern wird seither vorallem von unserer älteren Generation sehr gut angenommen. In den Sommermonaten werden im 14-Tage-Rythmus kleine Touren geplant und seit 2001 mehrtätige Fahrten. Dies führte dazu, dass schon Orte wie z.B. das Taubertal, der Spreewald, die Mosel und Saar, Bamberg, die Lausitz und sogar Berlin per Fahrrad erkundet wurden.

In den Wintermonaten gibt es kleinere Wanderungen durch unsere regionale Natur.

 

Als Besonderheit und Aushängeschild für unseren Verein ist die besondere Jugendarbeit zu nennen. Diese zeichnet sich vorallem durch die internationalen Tätigkeiten aus.

Als erste Reise wurde 1971 eine Fahrt der A-Jugend nach Marseille und Nizza (Frankreich) organisiert. Dort gab es natürlich auch Freundschaftsspiele, welche zwar von Niederlagen gezeichnet war, aber für die Jugendlichen ein unvergessliches Erlebnis war.

In dem darauffolgenden Jahr waren auch zum ersten Mal ausländische Jugendmannschaften zu besuch in Windheim. Man war stolz darauf die Jugendlichen aus Chateau-Thierry (Frankreich) und Apeldoorn (Niederlande) in Windheim begrüßen zu dürfen.

Im Jahr 1974 war es sogar möglich, dass erste internationale Turnier in Windheim durchzuführen, mit Gästen aus den Niederlanden, Dänemark und Frankreich.

Zwischen den 1980er und 1990er Jahren kam es zu vielen Besuchen und vorallem Spielen zwischen unserer Jugend und unseren Freunden aus Suwalki (Polen).

Die internationalen Freundschaften werden noch heute gut gepflegt. Es gibt jährliche Reisen unserer Jugendmannschaften nach Apeldoorn, um dort ein mehrätgiges Turnier zu spielen.

 

Abschließend bleibt zu sagen, dass all dieses nicht möglich gewesen wäre und in Zukunft auch nicht möglich ist, ohne unser Ehrenamt. Ohne all das Engagement und die private Zeit die in die Aufrechthaltung des Vereins gesteckt wurde, würde es uns nicht mehr geben.

Deshalb kann man nur den Hut vor allen Menschen ziehen und hoffen, dass das Interesse nie abreißt. Vielmehr bleibt die Hoffnung, dass sich noch mehr Menschen finden, um unseren geliebten Verein am Leben zu halten.

Mit freundlicher Unterstützung von

TuS Windheim/Weser e.V.

Anfahrt

Vereins- und Sportanlage:


Cheruskerstraße 15

32469 Petershagen